Herzlich willkommen an der Ferdinand-Tönnies-Schule Husum

Schulbegleitung an der FTS Husum

Vorab: Inklusion sowie Integration sind wesentliche Merkmale einer gesunden Gesellschaft, die den Menschen im Mittelpunkt sieht. Ihn unabhängig von seiner sozialen Problematik sowie Behinderung als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft ernst und mit zu nehmen.

Ethisch aber auch volkswirtschaftlich wird das ein Gewinn für alle sein. Auch deswegen sollte Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein.

Im Zuge von Inklusion kommen auf die Schule im Allgemeinen und auf die Lehrerschaft im Besonderen neue Aufgabengebiete zu, die von den Lehrkräften alleine nicht bewältigt werden können, da diese zunehmend auch Sozial- und zum Teil Erziehungsaufgaben übernehmen, weil vermehrt Kinder mit sozialen Problemen und daraus resultierenden auffälligen Verhaltensweisen zu beschulen sind. Auch aus diesen Gründen ist es notwendig, die Lehrkräfte zu entlasten um ihnen damit die Möglichkeiten zu geben, effektiven Unterricht zu gestalten, der allen Beteiligten dient: Zum Einen, Schüler zu fördern und zum Anderen, Schüler die besondere Hilfe benötigen, mitzunehmen und soweit es geht, zu fördern. Auch die Sonderschullehrkräfte, die an allgemein bildenden Schulen unterrichten, sind nicht in der Lage den notwendigen zusätzlichen Aufwand alleine zu schultern.

Deswegen gibt es bereits Schulbegleiter/Schulbegleiterinnen, die mithelfen diese umfangreiche Aufgabe mit zu bewältigen. In der Regel sind das gern gesehene Mitarbeiter, die aus der „Mitte der Gesellschaft“ kommen und ihre Lebenserfahrung zu Gunsten von Schülern und Lehrkräften einbringen.

Im Folgenden geht es um die Beschreibung der Aufgaben der Schulbegleiter/-innen.

Der Schulbegleiter/die Schulbegleiterin hat den direkten Bezug zu einem oder, am Bedarf und den Möglichkeiten orientiert, mehreren Schülern m.H. (mit Handicap).

Er hat den direkten Kontakt zu den Lehrkräften sowie zu den anderen Schülern im Umfeld.

Es ist eine Fürsorge- als auch eine Vermittlungsaufgabe.

Er kann Bedürfnisse, Anforderungen und Erwartungen der Lehrkräfte sowie des Schülers m.H. zusammenführen.

Er kann im Unterrichtsraum als auch außerhalb, mit entsprechendem Arbeitsmaterial, mit dem Schüler arbeiten, damit ihm ein möglichst entspanntes und ruhiges Arbeitsumfeld geboten werden kann.

Eine hilfreiche Maßnahme wäre auch, mit einer Kleingruppe bestehend aus Schülern m.H. und anderen Schülern im Lehrerauftrag, zu arbeiten. Auch eine Begleitung im Förderunterricht wäre möglich.

Ziel ist die Förderung des Schülers m.H., seine Integration in den Schulbetrieb und Erlangung von mehr Selbstständigkeit.

Auf die soziale Integration ist besonderes Augenmerk zu legen. Das heißt, Fürsorgekommunikation zwischen dem Schüler m.H., den Lehrkräften und den anderen Schülern.

Des weiteren helfen Gespräche zwischen Lehrkräften und Schulbegleitern/Schulbegleiterinnen einen möglichst reibungslosen und optimierten Unterricht gestalten zu können.

Alle diese Hilfen dienen auch zur Entlastung der Lehrkräfte.

Die Aufgaben der Schulbegleiter/-innen sind die eines Mitarbeiters im System Schule.

Es ist eine unterstützende Aufgabe. Es bedarf sachlicher und umsichtiger Arbeit.

Er/Sie sollte team- und kommunikationsfähig sein, sich als Vermittler zwischen Schülern m.H. und Lehrkräften verstehen.

Dies ist eine wichtige Aufgabe, die allen Beteiligten für ein vernünftiges Miteinander in der Gesellschaft dient.

 

Michael Lüttgens, Sandra Belz

Mai 2014